SPECIAL

PRANAYAMA & MEDITATION

Online mit Sonia donnerstags 19.45 – 20.15 Uhr


Der Sanskritbegriff Pranayama setzt sich zusammen aus prana (Lebensenergie) und ayama (ausdehnen, verlängern, auch steuern, regeln, kontrollieren).

Prana manifestiert sich im Atem, d.h. die Atmung ist Träger der Lebensenergie. Diese wird mit Praktiken zur Verlängerung der Aus- und Einatmung und zur Ausdehnung unter Einsatz bestimmter Verschlüsse (bandha) auf gewünschte Weise gelenkt und gebündelt. Bandha aktivieren bedeutet, durch Muskelkontraktionen einen Verschluss erzeugen, mit dem bestimmte Bereiche des Körpers abgedichtet werden, um flüchtige Energien zu halten oder umzulenken.

Verflochten ist diese Prozedur mit der altindischen Vorstellung, dass jeder Mensch in seinem Leben über eine begrenzte Anzahl von Atemzügen verfügt. Somit wurden und werden Atemverlängerungen und Atemanhalten auch mit Aussicht auf Lebensverlängerung praktiziert. Die Hatha Yoga Texte versprechen in dem Zusammenhang sogar eine verjüngende Wirkung. Jemand mit „langem Atem“ gilt als gelassen und belastbar.

Asana und Pranayama gehören zum yogischen Übungsweg (sadhana), der über physische Abläufe Zugang zum psychisch-mentalen Geschehen enthält.

In den Yoga Texten steht, dass ein ruhiger Atem den Geist besänftigt, und einem ruhigen Geist folgt ein Stillsein des Atems. Pranayama fördert also die innere Ruhe und schafft zudem Raum für die Aufnahme von mehr Lebensenergie. So wird die Entwicklung innerer Kraft unterstützt.

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